2. Spieltag 2012/2013 - 27.10.12
Heim - Gast
Stolberg 1 - DJK Auwärts Aachen 4
NRW-Ergebnisdienst ASVb Ergebnisdienst
Bericht zum Spieltag
Unser heutiges Gastspiel beim SV Stolberg I verlief mit einem 5,5 zu 2,5 Sieg äußerst zufriedenstellend. Begaben wir uns auch leicht ersatzgeschwächt und ohne unseren angestammten Mannschaftsführer in die ehemals weltgrößte Kupferstadt, waren wir dennoch siegesgewiss. Obwohl ich selbst wenige Minuten zu spät eintraf, fand ich schnell in meine Partie. Aber der Reihe nach....
Obschon es zu Beginn an den meisten Brettern gut für uns aussah, mussten wir einen frühen Rückstand hinnehmen. Hans Lambert, der als Erstazmann an Brett 8 spielte, verlor nach einer unglücklichen Abwicklung eine Figur. Die Stellung war danach leider nicht mehr zu halten und Hans musste aufgeben. Den ersten halben Punkt für unser Team sicherte Helmut Schuhmacher, der in Franz Drosson einen zähen Gegner fand. Die Stellung war sehr verschachtelt, sodass die sich gegenüberstehenden Bauernketten sie förmlich abschlossen und keine gewinnversprechenden Pläne für die eine oder andere Seite zuließen. Das Remis war somit nur folgerichtig. Ebenso teilten sich Bernd Loo und Walter Feyt den Punkt, nachdem das Stolberger Urgestein zunächst ein Remisangebot Bernds ablehnte. Wir liefen also immer noch einem Rückstand hinterher - 1:2. Den Ausgleich erzielte dann Detlef Roefe, der in gewohnt schneller Spielweise mit Weiß in eine sichere, wenn auch nicht bessere Stellung fand. Ob sein Gegner die Uhr nicht im Blick hatte, bleibt unklar, denn eine hektische Zeitnotphase war nicht erkennbar, bevor Detlef seinen Gegener darauf hinwies, nach nur 39 gespielten Zügen mehr als die zulässigen zwei Stunden Speilzeit benötigt zu haben. So stand es nun also 2:2. Die Führung bescherte uns dann Richard Heuser, der mit den weißen Steinen von Beginn bemüht war, Druck aufzubauen. Nach einigen ungenauen Verteidigungszügen seines Gegners konnte Richard seinen Springer unangreifbar in die Stellung seines Kontahenten pflanzen. Ein Bauerngewinn läutete dann den Schlussspurt ein. Richard spielte fehlerlos zu Ende und auf eine unparierbaren Gabel hin streckte sein Gegenüber die Waffen. Ich selbst sah mich mit den schwarzen Steinen spielend einem bekannten Gesicht gegenüber, das zu Andreas Kirsch gehörte. Nach einem Bauernopfer im Mittelspiel wähnte ich mich mit meinem Läuferpaar und dem Besitz nahezu aller schwarzen Felder bereits auf dem Weg zum Sieg, ein Schönheitsfehler meinerseits verlangte mir dann jedoch noch einmal einiges an Schweiß und Rechenarbeit ab. Im Endspiel unterleif meinem Gegener nach einem Schachgebot ein Fehler, der ihn eine Figur kostete. Bevor ich diese allerdings vom Brett nehmen konnte, reichte er mir zur Aufgabe die Hand. Hennadij Reznikov tat sich überraschend schwer und musste sogar einen Qualitätsverlust hinnehmen. Durch genaues Spiel konnte er sich dann aber zumindest noch einen halben Punkt sichern. Als Letzter spielte nur noch Luk Vanstreels gegen Lothar Herzheim. Letzterer fühlte sich nach der Eröffnung - wie sich in der Analyse im Anschluss heraustellte - bereits unwohl und opferte deshalb einen Bauern, wofür er gewisse Angriffschancen am Königsflügel erhielt. Was als Sturm gedacht war, entpuppte sich dank präziser Verteidigungszüge Luks als leichter Wind, den unser Mann seinem Gegener schließlich vollends aus den Segeln nahm. Das resultierende Läuferendspiel mit Mehrbauern verwaltete er denkbar souverän und gewann deshalb auch verdient den vollen Punkt.
Die Tabellenführung nehmen wir zwar zur Kenntnis, ist für uns als "Samstags-Spiel-Truppe" aber nicht unser primär deklariertes Saisonspiel. Im nächsten Kampf gegen Übach-Palenberg werden wir allerdings mehr als unser "normales" schachliches Können aufbieten müssen, um gegen diesen starken Gegner bestehen zu können.
Tim Hoffmann
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